Iridium Satellitentelefon 9555
Hier einige Highlights des neuen Modells:
- 27 % leichter als das Vorgängermodell 9505A
- 30 % kleiner als das Vorgängermodell 9505A
- einziehbare Antenne
- neudesigntes keypad, hintergrundbeleuchtet und wetterfest
- das Telefon unterstützt 21 Sprachen
- Erweiterte Funktionalitäten für einfachen Nachrichtenversand (SMS und email)
- größeres Adressbuch für mehr Telefonnumern, email-Adressen und Notizen
- Programmable international codes for automatic dialing
- eingebaute Hilfe
- Integrierte Freisprecheinrichtung
- Mini-USB Datenport
- Standby bis zu 30 Stunden
- Sprechzeit bis zu 4 Stunden
Technische Daten:
- Gewicht: 266 gr
- Größe: 153 x 55 x 30 mm
Lieferumfang:
- Iridium 9555 Satellitentelefon
- Akku 2200 mAh
- Netzladegerät mit internationalen Steckersatz
- 12 V Autoladekabel
- Ohrhörer mit Mikrofon
- Ledertasche
- Handbuch in englisch und Quick Start Guide
- Antennenadapter
- externe Antenne (Autoantenne)
- USB-Kabel
- Daten-CD
Der Anschluß des Anennenadapters zu externen Antennen ist identisch zu den Vorgängermodellen Motorola 9500, 9505 und 9505A.
Zur Nutzung des Telefons benötigen Sie noch eine Iridium SIM-Karte.
Erklärung des Iridium Satelliten Netzwerkes:Iridium ist ein weltumspannendes Satellitenkommunikationssystem, das
aus insgesamt 66 aktiven und sechs Reservesatelliten besteht (pro
Umlaufbahn ein Reservesatellit, sechs Umlaufbahnen), also insgesamt 72
Satelliten. Ursprünglich waren 77 Satelliten geplant; das System ist
nach dem chemischen Element Iridium benannt, das die Ordnungszahl 77
besitzt.
Das Iridium-Netz hat die Vorwahlen +8816 und +8817.
Die Idee für Iridium wurde 1985 bei Motorola geboren. Es sollte die
weltweite Sprach- und Datenübermittlung über Satellitentelefone und
PDAs ermöglichen. Bis 1988 stand das Konzept dafür fest. 1991 wurde das
Unternehmen Iridium Inc. gegründet, das das System entwickelte und im
September 1998 in Betrieb nahm. Für den Aufbau des Systems mussten 5
Milliarden USD aufgewendet werden.
Am 23. August 2000 musste Iridium Inc. Konkurs anmelden. Die Satelliten
sollten in die Erdatmosphäre gelenkt werden, um sie gezielt verglühen
zu lassen.
Zum 1. Januar 2001 wurde das Iridium-System von der neu gegründeten
Iridium Satellite LLC übernommen. Die Satelliten werden von Boeing
betrieben und gewartet. Der kommerzielle Betrieb konnte am 30. März
2001 wieder aufgenommen werden. Größter Einzelkunde mit 20 %
Umsatzanteil ist das Militär, allen voran das US-amerikanische
Verteidigungsministerium. Weitere Nutzer sind Reedereien, Fluglinien,
Wissenschaftler oder Unternehmen aus dem Bereich der
Bodenschatzförderung.
Iridium verfügte im Juli 2006 über 159.000 Kunden.
Der wesentliche Vorteil eines satellitengestützten
Kommunikationssystems ist, dass große Flächen ohne terrestrische
Stationen abgedeckt werden können. Die Endgeräte (Terminals)
kommunizieren direkt mit den Satelliten. Der Satellitenverbund ist über
mehrere Gateways mit den bestehenden erdgebundenen Telefonnetzen
verbunden. Iridium-Telefone können theoretisch weltweit benutzt werden.
Im Falle von Iridium sind die einzelnen Satelliten zusätzlich
untereinander durch Intersatellitenlinks (ISLs) verbunden. Eine aktive
Verbindung wird solange von Satellit zu Satellit vermittelt, bis sich
einer dieser Satelliten in der Reichweite eines Gateways auf der
Erdoberfläche befindet. Über dieses Gateway findet dann das Gespräch
seinen Weg in die herkömmlichen Telefonnetze.
Die Sendeleistung von Mobiltelefonen ist aus gesundheitlichen Gründen
begrenzt. Um einen Verbindungsaufbau zu ermöglichen, müssen sich die
Satelliten daher in einer niedrigen Erdumlaufbahn befinden. Die
Iridium-Satelliten umkreisen die Erde in einer Höhe von etwa 780 km in
sechs nahezu polaren Umlaufbahnen (Bahnneigung = 86,4 Grad) mit je elf
funktionstüchtigen und einem Reservesatelliten je Bahn. Für die
Umrundung der Erde benötigt ein Satellit ca. 100 Minuten. Aufgrund der
polaren Bahnen ist die Versorgungsdichte an den Polen besonders hoch.
Iridium ist bis heute (2005) das einzige Satellitentelefonnetz, welches
eine Versorgung an den beiden Polkappen garantiert.
Weltweites Telefonieren mit dem Iridium-Satelliten-Kommunikationssystem
ist nur mit Einschränkungen möglich. So können in einigen Ländern in
Osteuropa und Asien die Frequenzen nicht genutzt werden, weil diese
schon belegt sind oder weil die dortigen Regierungen Iridium keine
Betriebsgenehmigung erteilen wollen. In Polen, Kuba, Nordkorea, Iran,
Libyen und Sudan ist die Nutzung von Iridium explizit nicht erlaubt und
die Einfuhr von Satellitenhandys zum Teil auch verboten. Die
Iridium-Satelliten nehmen Gespräche aus diesen Ländern in der Regel
auch nicht an. Es empfiehlt sich vor einer Reise bei den jeweiligen
Konsulaten zu fragen, ob Iridium dort genutzt werden darf.
Dieser Artikel wurde am Freitag, 19. Juni 2009 eingetragen.